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R Ü T H E N . Seit dem 1. April 2026 weht ein neuer, frischer Wind durch die Räumlichkeiten der katholischen WIR-KITA St. Marien in Rüthen. Zu diesem Datum hat Jana Heppelmann die Leitung der dreigruppigen Einrichtung in der Kettelerstraße übernommen. Die ersten Monate waren geprägt vom Ankommen, Kennenlernen und vielen neuen Eindrücken. Gemeinsam mit dem Team, den Kindern und ihren Familien hat sie sich inzwischen gut in ihrer neuen Aufgabe eingelebt. Ein erster Rückblick zeigt, wie moderne Pädagogik und gelebte Werte in der Rüthener WIR-KITA St. Marien Hand in Hand gehen.

Eine erfahrene Leitung mit Leidenschaft für die Jüngsten

Der Wechsel in die Leitungsposition stellt für die 29-jährige Jana Heppelmann eine bewusste und logische Weiterentwicklung dar. Nach ihrer Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin im Jahr 2018 qualifizierte sie sich zusätzlich zur Bewegungserzieherin und erlangte das Montessori-Diplom für Kleinkinder. Nach ersten Berufsjahren im Montessori-Kinderhaus sammelte sie anschließend mehrjährige Erfahrung als Gruppenleitung einer U3-Gruppe und stellvertretende Einrichtungsleitung in einer fünfgruppigen Einrichtung der AWO in Meschede.

Diese wertvollen Erfahrungen im administrativen und pädagogischen Bereich bestärkten sie darin, den nächsten Karriereschritt zu wagen. Auf die freie Stelle in Rüthen wurde Jana Heppelmann schließlich durch eine Freundin und ehemalige Kollegin aufmerksam, die heute selbst eine WIR-KITA im Nachbarort leitet.

Die Motivation für die tägliche Arbeit entspringt bei der Pädagogin aus der Vielfalt des Kindergartenalltags. Sie beschreibt ihre Faszination für das Berufsfeld treffend: „Kein Tag gleicht dem anderen. Es ist schön zu sehen, wie Kinder jeden Tag Neues entdecken, Selbstvertrauen gewinnen und mit Freude lernen.“ Als qualifizierte Bewegungserzieherin ist sie überzeugt, dass Kinder die Welt vor allem durch eigenes Handeln, Ausprobieren und Erleben entdecken. Bewegung ist für sie deshalb weit mehr als Sport – sie schafft Lernanlässe, stärkt das Selbstvertrauen und fördert die ganzheitliche Entwicklung der Kinder.

Auch privat spielt Bewegung eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit ihrem Partner und dem Hund verbringt sie ihre Freizeit am liebsten in der Natur. Bei ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen in den heimischen Wäldern findet Jana Heppelmann den passenden Ausgleich zu ihrer Arbeit. Im September zieht das Paar an den Möhnesee und freut sich darauf, dort einen neuen Lebensmittelpunkt zu finden und die Region weiter zu entdecken. Diese persönliche Naturverbundenheit prägt auch ihre pädagogische Arbeit und fließt in den Kita-Alltag mit ein.

Entdeckungsreisen im Rißneital und zertifizierte Zukunftspläne

„Kinder entdecken die Welt vor allem durch eigenes Ausprobieren, Erleben und Bewegen. Dafür möchten wir ihnen möglichst viele Gelegenheiten bieten.“ – und das bringt die WIR-KITA St. Marien mit: Zwei Bewegungsräume, das großzügige Außengelände und die Nähe zum Rißneital und Bibertal eröffnen beste Voraussetzungen für Outdoor-Aktivitäten. „Die Nähe zu den Waldgebieten bietet ideale Möglichkeiten, die Natur regelmäßig in den Kita-Alltag einzubeziehen“, erklärt Jana Heppelmann erfreut.

Obwohl Jana Heppelmann die Rüthener Einrichtung vor ihrer Vertragsunterschrift noch nicht persönlich kannte, war sie nach dem ersten Kennenlernen sofort vom besonderen Charakter des Hauses überzeugt. Das 1967 errichtete Gebäude an der Kettelerstraße strahlt eine warme, familiäre Atmosphäre aus.

Auf diesem starken Fundament aufbauend, möchte die neue Leitung Bewährtes pflegen und gleichzeitig zukunftsorientierte Konzepte etablieren. Ein bedeutender neuer Meilenstein ist der angestrebte Zertifizierungsprozess als „Nachhaltigkeitskita“. Hierbei geht es um einen bewussten Umgang mit Ressourcen und eine spielerische Umweltbildung im Alltag, die die Kinder frühzeitig für globale Zusammenhänge sensibilisiert. Gleichzeitig befindet sich die Einrichtung mitten in der Re-Zertifizierung als „familienpastoraler Ort“ durch das Erzbistum Paderborn. Für das Team der WIR-KITA St. Marien ist das religiöse Profil ein zentraler Pfeiler der täglichen Arbeit. „Der Glaube darf im Alltag erfahrbar werden – durch gemeinsame Rituale, Feste und die Begleitung der Kinder auf ihrem eigenen Weg. Dabei ist es uns wichtig, offen und einladend für alle Familien zu sein“, betont die Einrichtungsleitung.

Gelebte Erziehungspartnerschaft und der Wert bleibender Erinnerungen

Die Zusammenarbeit mit den Eltern liegt Jana Heppelmann besonders am Herzen. Ein offener und vertrauensvoller Austausch bildet für sie die Grundlage einer gelingenden Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. „Eltern vertrauen uns das Wertvollste an, was sie haben – ihre Kinder. Dieses Vertrauen ist für mich eine große Verantwortung und gleichzeitig die Basis unserer täglichen Arbeit“, beschreibt sie ihre Haltung. Ihr ist wichtig, für die Familien eine verlässliche Ansprechpartnerin zu sein und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.

Ebenso schätzt sie die enge Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde im Pastoralen Raum Anröchte-Rüthen. Regelmäßige Treffen der Steuerungsgruppe sowie gemeinsame Aktionen – wie der Abschlussgottesdienst der Schulkinder mit Pastor Stefan Gosmann – bereichern das Miteinander und sind ein fester Bestandteil des Kita-Alltags.

Wie wertvoll die Kindergartenzeit sein kann, weiß Jana Heppelmann auch aus eigener Erfahrung. An ihre Zeit im heimischen Kindergarten in Warstein-Hirschberg erinnert sie sich bis heute gerne zurück – besonders, weil Freundschaften aus dieser Zeit noch immer bestehen. Später kehrte sie als Praktikantin in ihre ehemalige Einrichtung zurück und durfte den Kindergartenalltag noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Dadurch lernte sie die Arbeit einer Kita sowohl als Kind als auch als angehende pädagogische Fachkraft kennen.

Mit diesen Erfahrungen und vielen neuen Ideen freut sich Jana Heppelmann darauf, die WIR-KITA St. Marien gemeinsam mit ihrem Team weiterzuentwickeln. Dabei ist ihr wichtig, Bewährtes zu erhalten, Neues gemeinsam zu gestalten und die Kita als einen Ort zu stärken, an dem Kinder sich wohlfühlen, wachsen und die Welt entdecken können.

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