Aktuelles

Kita St. Raphael in Silbach schließt zum neuen Kita-Jahr - Betreuung für alle Kinder gesichert

W I N T E R B E R G / M E S C H E D E . Die eingruppige Kindertageseinrichtung
St. Raphael im Winterberger Ortsteil Silbach wird zu Beginn des kommenden Kindergartenjahres 2026/2027 ihren Betrieb einstellen. Diese Entscheidung ist das
Ergebnis eines intensiven Abstimmungsprozesses zwischen dem Träger, der WIRKITAs gem. GmbH und dem Kreisjugendamt des Hochsauerlandkreises. Ziel des
gemeinsamen Vorgehens ist es, den betroffenen Kindern und Familien eine langfristig stabile und qualitativ hochwertige Betreuungsperspektive im Stadtgebiet zu
bieten.

„Wir haben bis zuletzt alle erdenklichen Optionen geprüft, um den Standort Silbach
zu erhalten, einschließlich verschiedener Übergangsmodelle wie einer Containerlösung an einer Nachbar-Kita“, erklärt Michael Stratmann, Geschäftsführer der WIR-KITAs gem. GmbH. „Doch angesichts einer aktuellen Anmeldung von lediglich 16 Kindern ist ein Fortbestand aus organisatorischer und wirtschaftlicher Sicht nicht mehr vertretbar. Personell können wir unter diesen Bedingungen die Aufsichtspflicht und den Kinderschutz nach den strengen gesetzlichen Vorgaben nicht
mehr dauerhaft garantieren. Unser oberstes Ziel ist es jedoch, die Betreuungsverträge zu erfüllen und den Kindern einen verlässlichen Rahmen zu bieten. Deshalb
werden wir die Silbacher Kinder eng begleiten; unsere Mitarbeitenden werden gemeinsam mit den Kindern in die neuen Einrichtungen wechseln, sodass die gewohnten Bezugspersonen erhalten bleiben.“

„Der demographische Wandel macht einschneidende Veränderungen in der Kita-Landschaft unumgänglich.“

Die demographische Entwicklung im ländlichen Raum stellt die gesamte Jugendhilfeplanung vor neue Herausforderungen. Berthold Assheuer, Fachbereichsleiter beim Kreisjugendamt, ordnet die Situation ein: „Der demographische Wandel macht einschneidende Veränderungen in der Kita-Landschaft unumgänglich. Die geringen Kinderzahlen in Silbach hätten das Betreuungsangebot im kommenden Jahr massiv belastet, da das Personal perspektivisch nicht mehr im erforderlichen Maße zur Verfügung gestanden hätte. Ein Übergang in eine Bestandskita des Trägers ist daher die richtige Entscheidung, um für die Familien wieder einen stabilen und qualitativ hochwertigen Rahmen zu setzen.“
Bürgermeister Michael Beckmann stellt die Perspektiven für die Familien in den
Mittelpunkt: „Als mich im Februar der Anruf erreichte, dass die Kita in Silbach geschlossen werden soll, war ich sehr überrascht. Für mich war sofort klar: Das ist
eine Zeitenwende für die Betreuungssituation der Familien in Silbach. Wir brauchen daher eine Lösung im Sinne der Eltern und der Kinder. Entscheidend ist, dass
die Betreuungsverträge nicht gekündigt werden, sondern die Kinder weiterhin verlässlich betreut werden – zunächst im Familienzentrum Edith Stein. Gleichzeitig
sage ich ganz offen: Das kann nur eine Übergangslösung sein. Unser Ziel ist es, den
Kindern langfristig die bestmöglichen Bedingungen zu bieten. Im Kindergarten St.
Marien in Siedlinghausen sehen wir dafür eine starke Perspektive. Dort können die
Kinder aus Silbach ihren Bildungsweg von der Kita bis zur Grundschule an einem
Ort erleben – in einem stabilen Umfeld mit neuen Chancen und Möglichkeiten zur
Entfaltung.“

„Wir sind froh, dass die Kinder auch in ihrer neuen KitaHeimat im christlichen Geist empfangen und von ihren vertrauten Erzieherinnen weiterbegleitet werden.“

Für den Ortsteil Silbach bedeutet die Schließung eine spürbare Veränderung, die
Pfarrer Norbert Lipinski, Leiter des Pastoralverbundes Winterberg, sensibel einordnet: „Wir wissen, wie sehr die Kita St. Raphael in unserer Gemeinde in Silbach
verankert ist. Wenn sich ein solches Kapitel schließt, berührt das die Menschen im
Ort – das verstehen wir. In den vergangenen Wochen waren die zuständigen Kirchenvorstände in Silbach und Winterberg eng in diesen schwierigen Entscheidungsprozess eingebunden, um gemeinsam die bestmögliche Lösung für die betroffenen Familien zu finden. Im Vertrauen auf unser starkes Miteinander werden
wir diesen Weg nun gemeinsam gehen. Wir sind froh, dass die Kinder auch in ihrer
neuen Kita-Heimat im christlichen Geist empfangen und von ihren vertrauten Erzieherinnen weiterbegleitet werden.“
Dieser Schritt in Silbach steht exemplarisch für einen Transformationsprozess im
gesamten Kita-Sektor, der auch durch die KiBiz-Finanzierung des Landes mitbestimmt ist. Während große Verbünde wie die WIR-KITAs durch Lastenverteilung Stabilität sichern, stoßen kleine, einzügige Kitas zunehmend an ihre wirtschaftlichen und personellen Belastungsgrenzen.

„Nur durch diesen engen Schulterschluss ist es gelungen,
in dieser herausfordernden Situation eine verlässliche und zukunftsorientierte Perspektive für die Kinder und ihre Familien zu schaffen.“

Abschließend betont Michael Stratmann: „Ich bedanke mich herzlich bei allen Beteiligten – dem Kreis, der Stadt und den Kirchenvorständen – für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Nur durch diesen engen Schulterschluss ist es gelungen, in dieser herausfordernden Situation eine verlässliche und zukunftsorientierte Perspektive für die Kinder und ihre Familien zu schaffen.“
In dieser Woche wurden die Eltern in einer Versammlung umfassend über die individuellen Möglichkeiten und den geplanten Übergang informiert. Abschließende
Prüfungen zum Brandschutz und zur Raumplanung für die neue Gruppe im Kindergarten Edith Stein finden derzeit statt, um einen reibungslosen Start zum 1. August 2026 zu gewährleisten.

Weitere Einträge

© WIR-KITAs / Conversio PR

Aktuelles Mit Herz, Fachwissen und Kneipp-Spirit in die Zukunft

Sarah Breuker ist die neue Leiterin der WIR-KITA St. Barbara
© WIR-KITAs / Conversio PR

Aktuelles Wir feiern das WIR

Ein unvergesslicher Abend in Schmallenberg
© WIR-KITAs / Conversio PR

Aktuelles Werte leben, Vertrauen stärken

Neuausrichtung der Westtünner WIR-KITA Zur Heiligen Familie
Consent Management Platform von Real Cookie Banner