Aline Schulte übernimmt die Leitung des Familienzentrums St. Johannes
W E L S C H E N E N N E S T . Wer Aline Schulte nach einem langen Tag im katholischen Familienzentrum WIR-KITA St. Johannes in Welschen Ennest erlebt, spürt sofort die Begeisterung für ihren Beruf. Wenn in den Fluren an der Pfarrer-Sauerwald-Straße das Lachen der Kinder langsam verklingt und die Räume zur Ruhe kommen, blickt die Pädagogin oft noch kurz in die Turnhalle der Einrichtung. Genau hier schlägt für sie das Herz des Hauses. Als ausgebildete Übungsleiterin mit speziellem Zertifikat für den Kindersport weiß Aline Schulte aus jahrelanger Praxis, wie wichtig ungebremste Bewegungsfreude für die Entwicklung der Kleinsten ist: Kinder begreifen ihre Umwelt über das Klettern, Balancieren und Toben. Wer ihnen den Raum und die Zeit dafür schenkt, stärkt ihr Selbstvertrauen für das ganze spätere Leben. Nun darf Aline Schulte diesen Grundsatz an vorderster Stelle weiterführen: Seit Anfang August hat sie offiziell die Leitung der Einrichtung in Welschen Ennest übernommen.
Aus der „Bärenhöhle“ ins Büro der Kita
Für die Jungen und Mädchen, die Elternschaft und das Mitarbeiterteam ist Aline Schulte alles andere als eine Unbekannte. Über lange Zeit begleitete die engagierte Erzieherin die Kinder in der sogenannten „Bärenhöhle“, einer der beiden altersgemischten Gruppen für Zwei- bis Sechsjährige. Die täglichen Entwicklungsschritte, die kleinen Hürden bei der Eingewöhnung und die dörflichen Bindungen im Rahrbachtal kennt Aline Schulte bis ins Detail. Als die Leitungsfunktion neu besetzt werden musste, entschied sie sich bewusst für den Wechsel vom Gruppenalltag an den Schreibtisch. An ihrer Seite steht weiterhin Daniela Sobbeck als ständige stellvertretende Leitung, wodurch die Führungsebene personell fest im bestehenden Team verankert bleibt.
Die Verbundenheit mit der Kita und den Menschen im Ort habe ihr den Entschluss leicht gemacht, erklärt Aline Schulte. Die zusätzlichen Aufgaben in der Organisation und Betriebsführung betrachtet die neue WIR-KITA-Leitung als Chance, Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten, von denen Fachkräfte und Kinder gleichermaßen profitieren.
Bewegung und Geborgenheit auf vier Gruppen verteilt
Mit derzeit 75 Kindern zählt die WIR-KITA St. Johannes zu den festen Pfeilern im Dorfleben von Welschen Ennest. Betreut werden die Mädchen und Jungen in vier Gruppen: von den Jüngsten im „Schneckenhaus“ über die „Bärenhöhle“ und den „Fischteich“ bis hin zu den älteren Jahrgängen in der „Sonnengruppe“. Dass die Einrichtung das Siegel einer anerkannten Bewegungskita trägt, prägt den gesamten Tagesablauf. Neben der geräumigen Turnhalle und dem Außengelände bieten breite Spielflächen auf den Fluren reichlich Gelegenheit, dem natürlichen Spieldrang nachzugehen.
Gleichzeitig legt Aline Schulte großen Wert auf Ruhezonen. Eigens eingerichtete Schlaf- und Therapieräume ermöglichen es den Kindern, neue Kräfte zu sammeln oder in geschützter Atmosphäre individuelle Förderung zu erhalten. Auch das bewährte „Maxi-Programm“ für die angehenden Schulkinder – ergänzt durch eine intensive Sprachförderung und sozial-emotionales Kompetenztraining – bleibt ein fester Bestandteil der pädagogischen Ausrichtung.
Familien im Blick und die Würde des Kindes im Zentrum
Als zertifiziertes Familienzentrum begreift sich die WIR-KITA nicht allein als Betreuungsort, sondern als verlässliche Anlaufstelle für die gesamte Familie. Die tägliche Arbeit stützt sich dabei auf ein Leitbild, das Aline Schulte besonders am Herzen liegt: „Du Kind wirst nicht erst Mensch, du bist Mensch! Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Dieses Menschenbild zeigt sich ganz praktisch in einer partnerschaftlichen Begegnung auf Augenhöhe. Über Kinderkonferenzen und gewählte Gruppensprecher lernen bereits die Kleinsten, ihre Meinungen zu formulieren und demokratische Prozesse spielerisch zu erproben.
Ebenso wichtig ist Aline Schulte der direkte Draht zur Elternschaft. Eine vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft bilde das Fundament, damit Kinder Halt finden und sich frei entfalten können. Die enge Einbindung in die Kirchengemeinde St. Johannes Baptist verankert das Familienzentrum zudem fest im dörflichen Miteinander und den traditionellen Festen des Kirchenjahres.
Verlässliche Strukturen durch den Trägerverbund
Große Sicherheit für die neuen Leitungsaufgaben gibt der Rückhalt durch die Trägergesellschaft der WIR-KITAs, zu deren Verbund 179 Kindertageseinrichtungen im Erzbistum Paderborn gehören. Feste Fachansprechpartner durch die Regionalleitung und den kontinuierlichen Austausch der Leitungskräfte untereinander entlasten den Kita-Alltag spürbar. Für Aline Schulte ist dieses Zusammenspiel aus solidem Dachverband und lebendiger dörflicher Gemeinschaft die ideale Basis, um das Familienzentrum St. Johannes verlässlich und mit frischen Akzenten in die Zukunft zu führen.